Familienpaten

 „Das Kind freut sich: Doris ist wieder da!“, lacht Doris Overesch und fügt schmunzelnd hinzu „Manchmal bin ich auch die Omi…“ Diplom-Psychologin Elke Gaußelmann vom Diakonischen Werk nennt es den „Altersvorteil“, dass die Familienpaten alle älter als 50 Jahre alt sind, denn sie bringen ihre Lebenserfahrung ein. „Man braucht Interesse an Familien, Heiterkeit, Anerkennung und Geduld“, so Doris Overesch. Die 57-jährige Burgsteinfurterin ist seit gut vier Jahren eine von zwölf ehrenamtlichen Familienpaten des Diakonischen Werkes in der Region rund um Steinfurt.

Ganz praktisch und vor Ort: Patenonkel oder –tante für eine ganze Familie sein

„Unsere Familienpaten haben Erfahrung im Leben, bieten auch Lebenshilfe und Alltagsunterstützung“, fasst Elke Gaußelmann deren Arbeit zusammen. Gaußelmann begleitet die Familien und Paten, achtet darauf, dass sie gut zusammen passen und unterstützt die Paten zuverlässig in ihrer Arbeit. Die Unterstützung der Paten kann sehr verschieden sein: Ein Kind mit Konzentrationsschwäche braucht Hausaufgabenhilfe, einem anderen Kind wird vorgelesen, das Kind der körperbehinderten Mutter kann mit seinem Familienpaten schwimmen gehen. Aber was die Paten alle tun: Sie haben ein offenes Ohr für die Anliegen der Kinder und die Bedürfnisse der Eltern. So auch Michael Siefke aus Borghorst: „Der Junge, den ich betreue, braucht jemanden, der was mit ihm unternimmt und Dinge mit ihm bespricht.“ Als Mann ist er die Ausnahme bei den Familienpaten – leider, so Elke Gausselmann. Denn sie könnte mehr (Männer und Frauen) wie ihn brauchen, die ehrenamtlich ein paar Stunden pro Woche kleine Hilfestellungen geben können: „Nicht alle Familien brauchen gleich das Jugendamt, trotzdem ist die Unterstützung und Stärkung der Eltern wichtig.“ Michael Siefke sieht es genauso: „Wir haben die Distanz, den Blick von außen.“

Die Paten unterstützen Familien, die sich vom Alltag überfordert fühlen, „zum Beispiel durch eine Krankheit oder eine besondere berufliche Anstrengung“, erklärt Doris Overesch. Die Entlastung der Eltern geschehe dabei durch die Unterstützung der Kinder. „Die Kinder haben dann mal jemanden ganz für sich, während die Eltern anderes klären oder einfach zur Ruhe kommen können“, sagt Elke Gaußelmann. Damit helfen die Paten den Familien in ihren Krisenzeiten und beugen mitunter sogar einer Arbeitslosigkeit durch Überlastung vor.

Was sind Familienpaten?

Familienpaten sind engagierte Männer und Frauen, die ehrenamtlich in Familien kommen und dort unterstützen, wo es gerade nötig scheint..

Wer kann Familienpatin/-pate werden?

  • Frauen und Männer mi Erfahrung und Kompetenz aus der eigenen Lebensgeschichte, die Zeit haben und sich ehrenamtlich in Familien engagieren möchten
  • die mithelfen möchten, Erziehungsalltag wieder leichter zu gestalten
  • die sich auf ein mittelfristiges Miteinander und ein gutes Vertrauensverhältnis einlassen möchten

Wie sieht unsere Unterstützung für die Familienpaten aus?

  • Vortreffen zur Besprechung Ihrer Interessen und der Rahmenbedingungen Ihres Einsatzes
  • erstes gemeinsames Treffen mit der Familie und den Paten zur Absprache der Ziele, konkreten Aufgaben und des Zeitrahmens
  • Wahrung der vereinbarten Absprachen
  • regelmäßige Treffen mit anderen Familienpaten zum Erfahrungsaustausch
  • zuverlässige Unterstützung während Ihrer Familienpatenschaft

Ich bin Familienpate, weil ...

Stimmen von ...

Familienpatin
Roswitha Neuhaus

 

Familienpate
Michael Siefke

 

 

 

 

 

 

 

Ihre Ansprechpartnerin

  • Elke Gaußelmann, Diplom-Psychologin
    E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

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